Handball

Didaktik und Methodik

Für erfolgreiches Handball spielen sollte gerade in Breitensportgruppen mit unterschiedlichen Erfahrungs- und Leistungsniveaus zu Beginn das gemeinsame, problemorientierte Entwickeln eines Hand-Ball-Spiels im Vordergrund stehen. Dabei sollte nicht das Ziel gelten, sich möglichst schnell dem formalisierten „Handball“ anzunähern. Vielmehr sollte Ziel sein, mithilfe eines teilnahmeorientierten Vermittlungsansatzes ein Spiel zu entwickeln, das auf die Bedürfnisse und Probleme der Gruppe eingeht.

Im Folgenden werden zwei beispielhafte Herangehensweisen beschrieben. Zum einen wird von der Grundidee des Spiels ausgegangen, mit den Händen und einem Ball Tore erzielen. Zum anderen wird von den Vorkenntnissen der TN ausgegangen, die schon etwas über das institutionalisierte Sportspiel wissen.
Beide Wege zielen auf einen sogenannten „genetischen Entwicklungsprozess“ ab, das heißt die TN arbeiten an einem oder mehreren Problemen und versuchen gemeinsam Lösungen zu finden, die zu einem allgemein akzeptierten und sinnvollen Ergebnis führen.


Von „Schützt die Wand“ zum
„gemeinsamen Hand-Ball-Spiel“

(eher für jüngere und unerfahrene Gruppen)

Ausgehend von der Grundidee des Handballspiels – mit den Händen und einem Ball Tore erzielen – wird den TN das Spiel „Schützt die Wand“ erklärt. Bei diesem Spiel spielen zwei Teams gegeneinander, die jeweils auf ihrer Spielfeldhälfte stehen und dort auch bleiben müssen.

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Mit individuellem Wissen und Können
zu „Handball für alle“

(eher für ältere und erfahrene Gruppen)

Zu Beginn der Handball-Reihe verkündet die Übungsleitung das Ziel, ein gemeinsames Hand-Ball-Spiel mit allen TN der Gruppe zu spielen. Dann fragt die ÜL die TN, welche Vorkenntnisse sie dafür mitbringen und einbringen könnten. Vermutlich kommt so relativ schnell ein Basiswerk an Regeln zusammen, das in der praktischen Anwendung in dieser Gruppe aber auch zu Problemen führen kann....

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Quintessenz der didaktischen Modelle

Entscheidend für beide Herangehensweisen ist der sich stetig wiederholende Prozess von der Thematisierung auftretender Probleme. Wichtig ist, dass die TN die Entwicklung des Spiels als etwas Kreatives und Positives wahrnehmen.

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Stundenmodelle

Einführung in das Handballspiel

In diesem Stundenbeispiel wird eine Spielreihe als methodischer Weg einer breitensportlichen Spieleinführung dargestellt (Artikel aus der Reihe "Praktisch für die Praxis").

Tore werfen, Tore verhindern - Teil 1

Tore werfen, Tore verhindern - Teil 2

Tore werfen, Tore verhindern - Teil 3

Eine "spielnahe" Einführung in das Handballspiel (Artikelserie aus der Reihe "Praktisch für die Praxis")