Vereinsfuehrung

Grundlagen: Praxistipps zur Erstellung eines Vereins-Leitbildes

Schritt für Schritt zum Vereins-Leitbild!

Sie möchten für Ihren Sportverein ein Leitbild entwickeln? Wir beschreiben Schritt für Schritt, wie es geht.

1. Gründung einer Projektgruppe „Leitbildentwicklung“

Gründen Sie eine Projektgruppe „Leitbild“. Die Projektgruppe sollte sich aus Vertretern möglichst aller Abteilungen zusammensetzen. Ein Leitbild sollte nicht vom Vorstand alleine erarbeitet werden!

2. Begleitung des Leitbildentwicklungsprozesses durch einen Moderator

Lassen Sie den Leitbildentwicklungsprozess von einem neutralen Moderator begleiten!

Die Moderation kann ein vom Landessportbund autorisierter Berater übernehmen. Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen (LSB NRW) hat einen Pool von autorisierten Vereinsberatern, die sich auf die Moderation von Leitbildprozessen spezialisiert haben. Das Besondere in Nordrhein-Westfalen: Die Kosten für die ersten sechs Beratungsstunden pro Kalenderjahr übernimmt der LSB NRW (Hier geht zum Antrag auf Vereinsberatung für NRW-Sportvereine).

3. Umsetzung des Leitbildentwicklungsprozesses

Starten Sie mit einer SWOT-Analyse! Die Projektgruppenteilnehmer tragen die vereinsinternen Stärken und Schwächen zusammen. Außerdem  werden Chancen und Risiken erfasst, die sich aus dem Vereinsumfeld ergeben. 

Im Rahmen der SWOT-Analyse werden aktuelle Alleinstellungsmerkmale erfasst bzw. mögliche, zukünftige Alleinstellungsmerkmale ermittelt.

Die Ergebnisse der SWOT-Analyse liefern Anhaltspunkte für die Weiterentwicklung (Zukunftsfähigmachung)  des Vereins. Sie sind die Grundlage für die Erarbeitung der strategischen Schwerpunkte (Ziele). Diese werden aus der Gruppe heraus erarbeitet.   

Die strategischen Ziele des Vereins (Vision) sowie die Leitideen und Werte des Vereins können in Leitsätzen konkretisiert und zu Kernaussagen geformt werden. Aus dem Zusammenwirken der Leitsätze entsteht das Leitbild. 

Wichtig ist, dass mit der Leitbildentwicklung konkrete Maßnahmen erarbeitet werden, mit denen die im Leitbild festgehaltenen, strategischen Ziele erreicht werden sollen.      

4. Offizielle Verabschiedung des Leitbildes

Das von der Projektgruppe erarbeitete Leitbild sollte vom Vereinsvorstand offiziell verabschiedet werden. Außerdem sollte der Leitbildentwurf der Mitgliederversammlung vorgestellt und von ihr verabschiedet werden.

5. Bekanntmachung des Leitbildes

Erfahrungsgemäß nimmt nur ein Bruchteil der Vereinsmitglieder an der Mitgliederversammlung teil. Deshalb machen Sie das verabschiedete Leitbild umfassend bekannt (z.B. durch Veröffentlichungen auf der Homepage, im E-Mail-Newsletter, in der Vereinszeitung und/oder Ausgabe an (Neu-)Mitglieder, Sponsoren und Medienvertreter).

6. Umsetzung des Leitbildes

Ein Leitbild macht nur dann Sinn, wenn es vom Verein gelebt wird. Ist dies nicht der Fall, stimmen das im Leitbild definierte Selbstbild sowie das Image des Vereins nicht überein. Das muss unbedingt vermieden werden!   

Achtung!

Die Entwicklung eines Vereins-Leitbildes ist meistens sehr zeitaufwendig (1-2 Jahre). Bei Einsparten-Vereinen dauert es in der Regel nicht ganz so lange. 

Ein Leitbildprozess kann auch unter Einbeziehung der gesamten Mitgliederschaft erfolgen. Diese wird vom Vereinsvorstand eingeladen, sich am Prozess zu beteiligen. Die SWOT-Analyse sollte hier ggf. vorab in schriftlicher (digitaler) Form erfolgen. Auf Basis der Ergebnisse der SWOT-Analyse werden anschließend kleine Gruppen bestimmt, die einzelne Themengebiete bearbeiten. Die Arbeitsgruppen präsentieren ihre Ergebnisse regelmäßig (z.B. quartalsweise) den Mitgliedern.

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